Rock This Game - Pro Evolution Soccer 2016 Grundlagen PES

Pro Evolution Soccer 2016

 

Basics, das Grundlagentutorial (Buttons beziehen sich auf die PS4 Version)

 

 

Endlich ist Pro Evo wieder auf einer Augenhöhe mit dem vermeintlich großen Bruder Fifa. Seit dem letzten Ableger ist mein Lieblingsfußballtitel wieder im Olymp angekommen. Insbesondere offline im lokalen One on One oder Two on Two punktet Konamis Sprössling.
Online macht es mir auch wesentlich mehr Spaß als das EA Konkurrenzprodukt. FIFA ist mir zu arcadig. Tore sehen immer noch oft sehr gleich aus und ich habe nie das Gefühl, dass meine Taktikumstellungen wirklich Einfluss auf das Spielgeschehen haben.
PES war in Sachen Taktik und Strategie immer schon weiter als FIFA. Zudem sind mir nach ein paar Hundert Onlinepartien im MyClub Modus und im Onlineligamodus wesentlich weniger Trolle und Quitter unter gekommen.

 

Hier will ich euch ein paar Tipps und Strategien mitgeben mit denen ihr mehr aus eurem Team herausholen könnt. Es handelt sich zum Teil um wirkliche Anfängerstrategien. Ich denke nicht, dass ein PES Halbprofi hier viel lernen kann, aber man soll ja nie nie sagen.

 

 

1. Die Teamwahl
Findet euer Team für die Onlinepartien. Es muss nicht Real Madrid sein. (Diese Mannschaft nervt ungemein. Die Spieler sind sehr gut und die Mannschaft ist auch ausgeglichen.)
Aber findet eure Mannschaft, mit der ihr Spaß habt und die eurem Spielstil entspricht. Versucht den Stil der realen Mannschaften nachzuempfinden. Bayerns Ballbesitzfußball, Barcas Tiki Taka, Juves kontrollierten Aufbau, Chiles Powerfussball. Wer mit Bayern schnelle Konter mit hohen Flanken spielen möchte wird Probleme haben. Auch wird man mit einem sehr offensiven Inter wenig Spiele gewinnen.
Know your Players
Der nächste Vorteil wenn ihr euer Team gefunden habt. Ihr wisst wer wo spielt und was wer kann. Höwedes wird keine Dribblings oder Flankenläufe bringen können. Kroos gewinnt keine Laufduelle, Pirlo ist kein guter Pressingspieler. Je öfter ihr spielt, je öfter ihr einen bestimmten Spieler steuert, desto besser werdet ihr ihn beherrschen. Jedes Team hat seine Schlüsselspieler. Ihr werdet sie erkennen und beherrschen lernen.

 
2. Die Strategie
Die eingestellte Grundstrategie entspricht meist immer dem Stil des jeweiligen Teams. Freundet euch mit ihr an. Checkt die Taktikanweisungen und bemerkt was sie bringen.

 
3. Die Aufstellung
Die aufgestellten Spieler sind oft nicht die besten im Kader. PES berücksichtigt lange Verletzungen oder ausgebootete Spieler. Schaut euch eure Ersatzbank an und entscheidet euch. Oft sind Spieler trotz vermeintlich hoher Werte nicht für Anfänger zu gebrauchen. Es erfordert beispielsweise ein wenig Fingerspitzengefühl Lewandowski bei den Bayern richtig einzubauen. Wenn ihr aber zurückliegt und mehr Brecherfussball spielen müsst kann er sehr nützlich sein.

 
4. Das Stellungsspiel
Einer der wichtigsten Punkte bei PES ist das Stellungsspiel. Wer immer sprintet und immer auf den ballführenden Spieler geht, wird gegen einen erfahrenen PES Spieler untergehen. Ich gehe sehr sparsam mit der Sprinttaste um. Nutzt sie wirklich nur um ein Laufduell zu gewinnen oder einen Ball zu erreichen, den sich der Gegner zu weit vorgelegt hat.
Deckt die Räume ab und stellt Passwege zu. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen nur noch in Tornähe den Gegner selber zu attackieren. Im Mittelfeld lasse ich meine KI Kollegen angreifen. Ich selber versuche Räume zu schließen. Dazu verwende ich auch die R2 Taste um meinen Spieler „breit“ zu machen. So mache ich es dem Gegner schwerer an mir vorbei zu passen oder zu schießen. Achtet hierbei aber auf einen eventuell angezogenen Sprint. Dann seid ihr nämlich wahrscheinlich zu langsam wenn ihr R2 nutzt. Mit gutem Stellungsspiel könnt ihr sogar die gefürchteten und ein wenig Imba programmierten tödlichen Pässe abfangen.

 
5. Die Grätsche
Seid vorsichtig wenn ihr grätscht. Die Schiedsrichter reagieren zwar nicht mehr so empfindlich auf Grätschen wie beim Vorgänger. Aber es kostet euch Zeit und öffnet dem Gegner Lücken.
Ich selber nutze die Grätsche fast nur noch um Pässe abzugrätschen oder nur wenn ein Spieler direkt auf mich zu läuft. Aber auch da ist Vorsicht geboten, denn eine schnelle Körperbewegung und euer Gegner ist an euch vorbei und ihr seid ausgespielt.

 
6. Das Foul ziehen
Ab und an muss ein Foul sein. Von der Genugtuung abgesehen, mit einer schönen Sense einen Messi, Ronaldo oder Robben umzuhauen, sind Fouls manchmal ein Schachzug um die Defensive wieder zu formieren. Manchmal ist so ein Chaos in der Defensive, dass nur ein Reset wieder Entlastung bringt. Auch kann man nebenbei einen Doppelpass unterbinden, manchmal sogar ohne Konsequenzen wenn der andere Spieler abdrehen muss abder den Ball behält. Eine saubere Grätsche von vorne, kurz nachdem der gegnerische Spieler den Ball abgelegt hat und losgesprintet ist, nimmt dem vermeintlichen Doppelpass den Adressaten.

 
7. Have Fun
Lasst euch nicht trollen und gebt nicht auf. Es ärgert viele Spieler viel mehr, wenn ihr selbst bei 0:3 nicht locker lasst und Angriff um Angriff auf ihr Tor fahrt. Und die größte Genugtuung ist ein verloren geglaubtes Spiel noch zu drehen, weil der Gegner überheblich wurde.

 

 
Haut rein! Euer CT